Ayutthaya

Reisen fetzt wieder!

Wir sind unterwegs. Es hat uns, wie so oft im Februar, nach Thailand verschlagen. Es gibt hier noch so viel, was wir uns noch anschauen wollen. 

Wie zum Beispiel Ayutthaya. Dort sind wir gleich, nach 13 Stunden Flug mit Zwischenlandung in Muscat/Oman, vom Flughafen Bangkok aus mit dem Taxi hingefahren.

Kafffeepause in Muscat
Ja, auch wir haben uns kurz von der Panik vor Corona anstecken lassen…

Die Fahrt dorthin dauert nur unwesentlich länger, als in Bangkoks Innenstadt. Unser Zimmer im Baan Tebpitak war ab 13 Uhr gebucht und wir dachten, dann legen wir uns eben so lange an den Pool. Dass wir darauf aber nach der langen Anreise so gar keine Lust haben, konnten wir ja vorher nicht wissen. Auch unser Plan B, wir gehen erst mal was frühstücken, hat nicht geklappt. Anders als in Bangkok ist in Ayutthaya nicht alle 3 Meter ein Restaurant. Wir fühlten uns außerdem total „verbimmelt“ und nicht fähig, uns durchzufragen. Es blieb uns also, hilflos wie wir waren, nichts anderes übrig, als es uns im Raucherpavillon im Garten der Hotelanlage irgendwie gemütlich zu machen, um die Zeit bis zum Check-In totzuschlagen. Wir sind beide auf einer eigentlich sehr unbequemen Holzbank, völlig erschöpft eingeschlafen. Als das Zimmer fertig war, haben wir uns noch mal ins Bett fallen lassen und weitere 3 Stunden gepennt. Ein wenig erholter, aber immer noch ziemlich verwirrt, haben wir uns mit dem Tuk Tuk zum ersten Tempel, dem Wat Chaiwattanaram bringen lassen. Diesen Tempel hatte Rita, die Besitzerin des Baan Tebpitak, uns für den Sonnenuntergang empfohlen. Viele, meist jüngere Thais, haben hier in thailändischer Tracht Fotos geschossen. Später haben wir gesehen, man kann sich die Trachten gegenüber in einem Laden ausleihen. Tolle Idee eigentlich, aber wir waren einfach noch zu kaputt für solche Aktionen. 

Dementsprechend haben wir uns nach der Besichtigung der Anlage auch gleich auf einen Nachtmarkt, ebenfalls eine Empfehlung von Rita, fahren lassen. Nach einer Gemüsesuppe und einem Curry und zwei Bier waren wir dann auch schon wieder bettreif. 

Schlafen ging auch ganz gut, zumindest zwischen 22 und 3 Uhr. Ab da waren wir beide dann erst mal hellwach. Hallo Jetlag! In Bangkok hätte man jetzt einfach raus und irgendwo etwas trinken gehen können. In Ayutthaya wussten wir nicht wohin. Also haben wir gelesen und sind irgendwann (viel später) wieder eingeschlafen. Aufgewacht sind wir um 11 Uhr – perfekte Frühstückszeit. Haben uns von Rita zwei klapprige Fahrräder ausgeliehen , dann kurz auf Tripadvisor geschaut, wo man einen ordentlichen Kaffee bekommt und sind losgeradelt. Warum es ausgerechnet in Ayutthaya üblicher ist sich Fahrräder ausleihen als einen Roller, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Der Verkehr ist hier nicht ohne. Mit dem Fahrrad im Linksverkehr auf einer zweispurigen aber mindestens vierspurig genutzten und stark befahrenen Straße herumzufahren, war schon abenteuerlich. Nach dem Kaffee haben wir dann den Wat Maha That mit dem berühmten eingewachsenen Buddha-Kopf besichtigt. 

Wirklich fit waren wir immer noch nicht. Deshalb haben wir es danach mit Besichtigungen gut sein lassen, uns lieber noch mal etwas ausgeruht und sind Abends nochmal los, um eine Kleinigkeit zu essen. Das mit dem Ausruhen war ein böser Fehler, wie wir nachts um 3 Uhr putzmunter feststellen mussten. Nach 1000 mal herumwälzen sind wir dann irgendwann morgens wieder eingeschlafen und wieder erst gegen Mittag aufgestanden. Haben ja schließlich auch Urlaub. 

Zum frühstücken gehen haben wir uns wieder unsere Räder mit den Fahrradkörbchen geschnappt und sind nach dem obligatorischen Kaffee gleich weiter zum liegenden Buddha und zum Wat Phra Sri Sanphet. Danach sind wir noch ein bisschen durch die Stadt geradelt, haben dabei einen knallbunten Gartencenter entdeckt. In Thailand liebt man quietsch-bunte Figuren im Garten, die aussehen wie von einem Kinderkarussell.

Gegessen haben wir am Straßenrand in einem Restaurant, das ziemlich „rustikale“ Sachen auf der Karte hatte. Haben uns zur Sicherheit für Pad Thai entschieden, das geht immer! 

Alles was wir sehen wollten, hatten wir gesehen und sind durch den irren Verkehr zurück in die Unterkunft geradelt. Noch ein gemütliches Käffchen trinken, packen, duschen und dann ab zum Bahnhof. Das Abenteuer Nachtzug fahren stand für 21:30 Uhr Abfahrt an. Vor einigen Jahren sind wir schon mal in Thailand Nachtzug gefahren. Damals hatten wir ein bisschen Pech mit einem 1. Klasse Einzelabteil mit einer völlig außer Kontrolle geratenen Klimaanlage. Sind morgens tiefgefroren, erkältet und total übermüdet aus dem Zug getaumelt. Dieses mal wollten wir es besser machen und haben 2. Klasse gebucht. Außerdem hatten wir diesmal wärmere Klamotten an, sowie Ohrenstöpsel und Schlafmasken dabei. Am Bahnhof haben wir nochmal was gegessen und weil die auch Pizza hatten, uns gleich noch eine Pizza to go einpacken lassen. Fanden die Vorstellung gut im Zug noch Pizza zu essen und dabei Netflix zu kucken. War dann aber nicht ganz so geil, weil relativ beengt und die Pizza ziemlich geschmacksneutral. Naja, wir haben es wenigstens versucht. Die 2. Klasse war zwar etwas schäbiger als die 1. Klasse aber dafür nicht ganz so extrem kalt. Die Schlafplätze waren in Fahrtrichtung und nicht quer, so musste man nicht bei jedem Bremsen fast aus dem Bett rollen – kurz: wir haben echt gut geschlafen und sind einigermaßen erholt um 8:30 Uhr in Chiang Mai angekommen. 

Vlog #24 Ayutthaya

Showing 2 comments
  • Peter Santa
    Antworten

    Wow tolle Bilder
    Richtig Profimässig
    Kann man fast ein bisschen neidisch werden 😀
    Genießt die Zeit
    Wir sind jetzt am umziehen
    Bis bald
    Liebe Grüße
    Peter und Andy

    • cosanmay
      Antworten

      Danke für die Blumen 😉 viele liebe Grüße an euch beide.

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