Chiang Mai

Wir haben uns im CM Resort in Oldtown, also im alten Stadtkern von Chiang Mai, einquartiert. Das ist der rechteckige Teil, der mal von einer Stadtmauer umgeben war, von der heute noch Stadttore und ein paar Reste zu sehen sind. Wir hatten eigentlich keine besonderen Erwartungen an Chiang Mai. Als wir letztes Mal hier waren, sind wir mit dem Roller direkt nach Pai weiter gefahren. Der damals gesehene Teil war eher nicht so schön. Die Altstadt hier gefällt uns aber sehr gut. Chiang Mai ist nach Bangkok die zweitgrößte Stadt Thailands und hat immerhin 1,5 Millionen Einwohner. Umso erstaunlicher, wie ruhig es hier der Altstadt zugeht. Es gibt jede Menge chillige Cafés, die man beim gemütlichen schlendern durch die Gassen entdecken kann.

Viele vegane und vegetarische Restaurants und auch auffallend viele Yoga-Schulen findet man hier. Die Gegend erinnert uns ein bisschen an Banglampoo in Bangkok, rund um die Rambuttri Road. Vielleicht liegt es daran, dass auch hier die Gassen gepflastert sind. Abends laufen wir die 2 KM zum Night Market. Da wir aber keine große Lust auf Shopping haben, bleibt es bei ein paar Leckereien. Zurück geht es standesgemäß mit dem Tuk Tuk. Das muss einfach ab und zu mal sein, auch wenn es komischerweise immer etwas mehr kostet, als ein normales Taxi.

Am nächsten Morgen um 8 Uhr wurden wir abgeholt. Wir haben einen Tagesausflug zum Elephant Nature Park (www.elephantnaturepark.org) gebucht. Wir wollten schon letztes Mal dorthin, bekamen aber kein Ticket mehr. Von dem Park haben wir vor ein paar Jahren durch eine Doku auf Arte erfahren. Dort wurde über das Leben von „Lek“ berichtet, einer Thailänderin, die sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, alte, kranke und misshandelte Elefanten aus ihrem tristen Dasein zu befreien, um ihnen ein schöneres Leben zu ermöglichen. Mittlerweile ist ein Riesenprojekt daraus geworden. Und offensichtlich auch ein Markt für Touristen. Wir haben in Chiang Mai sehr viele Anbieter gesehen, die Touren zu Elefanten in Eco-Reservaten organisieren. Es scheint, als gehe der Trend weg von Elefantenreiten und ähnlicher „Touristenbespaßung“ zu nachhaltigerer Tierbeobachtung. In Thailand hat man wohl festgestellt, dass dies heute die Touristen wollen und sich darauf eingestellt. Im Elephant Nature Park jedenfalls, etwa 1 Autostunde von Chiang Mai entfernt in den Bergen, leben zur Zeit 90 Elefanten. Manche waren Arbeitselefanten, manche im Zirkus, viele wurde als Reitelefanten genutzt, oder sonst wie misshandelt. Viele sind blind, manche haben andere körperliche oder seelische Handicaps. Das ist zwar traurig, aber es schön zu sehen, dass es ihnen hier offensichtlich gut geht. Sie sind hier auf einem riesigen Gelände und quasi frei. Man kümmert sich liebevoll um alle Elefanten und ermöglicht ihnen ein würdiges Leben. Da das alles natürlich viel Geld kostet, war auch der Ausflug nicht ganz billig, aber er war es wert.

Vor unserem Abflug aus Chiang Mai, hatten wir noch Glück. Das alljährliche größte Fest der Stadt, das Blumenfest, hat an diesem Wochenende zum 44. mal stattgefunden. Überall wurde mit Blumen dekoriert. Außerdem gab es einen Straßenumzug. Der hat uns natürlich sehr an Faschingsumzüge bei uns erinnert, nur dass hier leider keine Kammelle geworfen wurden. Trotzdem sind die Wagen und Teilnehmer schön anzuschauen und die thailändische Musik schön anzuhören (siehe auch Youtube: Vlog #25) Das war ein schöner Abschluss hier. Dann wurde es aber noch knapp. Aufgrund der vielen gesperrten Straßen, hat es etwas länger gedauert mit dem Taxi zum Flughafen. Aber wir haben es noch rechtzeitig geschafft. Bye bye, Chiang Mai.

Vlog #25

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