Mandalay

Wir haben prima geschlafen im Eastern Palace. Während Corinna im Zimmer eine 4tel Stunde Yoga gemacht hat, bin ich noch liegen geblieben. Nach einem gemütlichen Frühstück wurden wir gegen 8:45 vom Bus abgeholt. Schön, dass es in Mandalay deutlich wärmer ist, als die letzten Tage in den Bergen. Zunächst haben wir uns einen alten Königspalast angesehen, der komplett  aus Teakholz besteht. Der Palast, der auch als Schlafgemach diente, wurde damals in Teilen oder Modulen hergestellt und konnte so auch, als es einmal nötig war (hab vergessen warum), abgebaut und an einer anderen Stelle neu aufgebaut werden. Wie praktisch. Man kann die Teile deutlich erkennen und irgendwie kam uns sofort ein Imbusschlüssel und eine schwedische Möbelfirma in den Sinn. Dann ging es zu Fuß rüber zu einem anderen Pagode-Tempel-Areal. Hier war wirklich viel los, da in Myanmar heute ein Feiertag war. Viele Gläubige, die vor Buddha knieten und beteten, Mönche und Novizen überall und Predigten. In Myanmar untermalt man das Antlitz Buddhas auch gerne mit blinkendem LED-Lichtern, was dem ganzen einen leicht kitschigen Touch gibt, ohne dass die angebrachte Ehrfurcht und Ernsthaftigkeit verloren geht. Aber es herrscht dennoch ein fröhliches Treiben. Die Mädchen und Frauen tragen ihre bunten Longys, eine Art Wickelrock, und sind meist sehr hübsch. Und alle sind im Gesicht natürlich mit der typischen Tanka-Paste verziert, eine gelbliche Creme aus Baumrinde. Nach ein paar weiteren Fotostopps, unter anderem am Fuße des Mandalay Hills, sind wir zum Mittagessen in Restaurant mit Buffet gefahren. Essen hier ist ok, aber auch kein Vergleich zum Thai Food. Wir vermuten allerdings mittlerweile, dass wir durch „Reisegruppen-Kantinen“ geleitet werden und man uns dass sicher gute Myanmar Food leider vorenthält. Nach der Mittagspause haben wir eine Gold-Schlägerei besichtigt. Hier wird in traditioneller, schweißtreibender Manier dünnes Gold zwischen Bambuspapierblättern mit einem großen Hammer zu Blattgold geschlagen, was später als Spende an Buddha-Statuen geklebt wird. Es wird wohl in alle buddhistischen Länder exportiert und angeblich nicht, oder kaum maschinell hergestellt. Nach Besichtigung eines weiteren Tempels sollte der Tag mit einem Sonnenuntergang an der bekannten U-Bein Brücke enden. Es ist mit 1,2 km die längste Teakholzbrücke der Welt. Allerdings war es nichts mit Sunset Romantik, denn hier war wirklich verdammt viel los. War ja auch Feiertag heute und so waren neben vielen Touristen, noch mehr Einheimische da. So in etwa, nur noch voller, stelle ich mir Indien vor. Nach dem Abendessen in einem Restaurant, das Essen war wie immer ganz ok, haben wir den Tag auf der Terrasse der Sky Bar im Hotel mit Gin Tonic beendet. Morgen fahren wir weiter, nach Bagan.

 

 

 

 

 

 

 

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