Pai 07.02.2017

Heute war ausschlafen erst mal gaaaanz dringend nötig. Während Daniel noch bis halb eins gestern gebloggt hat, hab ich ja schon ab zehn tief und fest geschlafen. Ausgeschlafen hatten wir beide dann um 09:00 Uhr heute morgen. Frühstück gibt es hier „nur“ bis um 10:00 Uhr also mussten wir auch leider gleich aus dem Bett. Zum schlafen ist die Temperatur hier im Vergleich zu Bangkok herrlich aber morgens dann aus dem schönen, warmen Kuschelbettchen rauskommen ist dann schon schwer. Musste mich nach dem Zähneputzen auch erst nochmal unter der Decke aufwärmen.
Draußen vor unserem Bungi war es eigentlich gar nicht so kalt aber zum Frühstück haben wir uns trotzdem ein Plätzchen mit Sonne geschnappt.
Hier wurden dann Pläne für den Tag geschmiedet. Zuerst wollten wir die nähere Umgebung des Hotels mal zu Fuß erkunden. Hier am Pai River reiht sich ein süßes Ressort ans Nächste. Hier wird viel Wert auf liebevolle Gestaltung und Naturmaterialien gelegt. Auf unserem Weg haben wir zwei wackelige Fussgängerbrücken, komplett aus Bambus, überquert, die wohl bei manchen Leuten für Angstschweiß gesorgt hätten.
Die „Walking-Street“ auf der wir gestern schon auf dem Nachtmarkt unterwegs waren haben wir uns auch noch mal bei Tageslicht angekuckt. Dann war auch schon wieder Zeit für was zu trinken. direkt neben unserem Ressort ist das „Arts Café“, da sind wir eingekehrt und haben einen Lemon-Shake und einen Iced Earl Grey Tea getrunken. Ich hatte auch schon wieder Hunger – Frühstück war ja auch schon zwei Stunden her. Hab mir einen „Larb Gai“ (Hühnchenhack-Salat mit Minze, Limette und Chilli) bestellt. Saulecker aber verteufelt scharf! Ein Glück hatte ich zu dem Tee ein kleines Kännchen Milch bekommen, dass ich für den Tee nicht gebraucht habe, das hat das Feuer im Mund recht gut gelöscht.
Die weitere Tagesplanung sah einen Ausflug zum Wasserfall mit kurzem Bad in selbigem vor dazu haben wir uns Bikini/Badehose druntergezogen und Handtücher eingepackt und sind mit dem Roller losgefahren. Auf halber Strecke zum Wasserfall lag der Land-Split, den wollten wir uns eh anschauen. Hier hat sich nach zwei Erdbeben 2008 und 2011 ein großer Krater im Grundstück eines Farmers aufgetan. Dieser baut auf dem restlichen Grundstück organisches Obst und Gemüse an. Der Land Split kostet keinen Eintritt und man bekommt zur Begrüßung an der Bude des Farmers erst mal einen „Rosella-Juice“ auf Eis – sehr lecker. Er hat uns sofort angeboten, dass wir auch noch andere Sachen probieren können aber wir wollten erst mal den Split anschauen. Auf einem kleinen Rundweg kommt man an allerlei essbarem wie Papayas, Galgant, Kaffir Limetten – alle Bäume und Sträucher sind schön beschriftet und dem 10m tiefen Krater vorbei. Nach dem Rundweg bekamen wir nochmal von dem köstlichen Saft und sofort auch allerlei kleine Leckereien hingestellt. Wir haben das erste Mal wissentlich Tamarinde gegessen. Superlecker! Das hat geschmacklich ein bisschen an getrocknete Pflaumen erinnert nur säuerlicher. Aussehen tut es eher unappetitlich – wie eine kleine schwarze Wurst. Bananenchips gab es, die sollten wir mit „Rosella-Jam“ essen. Frische Maracuja und Süßkartoffeln. Alles sehr, sehr fein. Zum bezahlen steht dort eine Spendenbox und jeder gibt so viel er will – tolle Sache!
Danach sind wir zum Wasserfall weitergefahren. Da momentan hier eher trocken ist, war der aber nicht sooo spektakulär und zum baden echt viel zu kalt. Zum Bilder machen bin ich ein bisschen reingelaufen und hab meine Füße nach kurzer Zeit nicht mehr gespürt – definitiv keine Badetemperatur für uns, obwohl hier tagsüber echt warm ist.
Nach einem kurzen Abstecher zurück an unseren Bungalow um uns lange Hosen und Schulterbedeckung zu holen sind wir nochmal losgefahren und haben uns den großen weißen Buddha angeschaut. Der ist noch nicht ganz fertig aber trotzdem sehr schön und beeindruckend. Von dort oben hat man auch einen schönen Blick über die Landschaft. Da wir bis dahin  noch dachten, dass wir morgen wieder nach Chiang Mai fahren um übermorgen ins Elefantencamp zu gehen haben wir direkt danach noch den Pai Canyon im Sonnenuntergang drangehängt. Haben es auch genau zum Sonnenuntergang geschafft. War zwar sehr voll dort aber echt super.
Unser Elefantencamp klappt leider nicht, da an dem einzigen Tag, der uns noch zur Verfügung steht schon alles ausgebucht ist *buhuuu*. Ein anderes Elefantenzeugs, was es hier ja haufenweise gibt, kommt für uns nicht infrage. Der Elephant Nature Park kümmert sich um genau die Elefanten, die in all den anderen Parks und Elefanten-Attraktionen geschunden werden. Sie werden dort rausgekauft und es wird ihnen ein elefantenwürdiges Dasein geboten. Touristen dürfen hier die Elefanten füttern, waschen und auf Spaziergängen begleiten. Hier wird nicht geritten und auch keine dummen Kunststückchen gemacht. Ist aber leider ausgebucht – aber es ist schön, daß das einen solchen Anklang findet.
Wir haben daher beschlossen unseren Aufenthalt hier in Pai um einen Tag zu verlängern. Hier gibt es noch viel zu sehen.

Er hier war am „aufwachen“ nicht unwesentlich beteiligt

 

Eine der besagten Bambusbrücken

 

Ein kleiner Revoluzzer

 

Land Split

 

Eingang zum Land Split

 

Sehr, sehr kalter Wasserfall
White Buddha
Comments
  • Beate
    Antworten

    Das hört sich alles wunderbar an, scheinbar ist Pai sehr sehenswert, wenn man warme Kleidung dabei hat. Das Land Split ist ja fast schon unheimlich. Ich hoffe euer "Bobbes" macht weiter mit. Ich bin die letzten Tage bisschen "malad"! Liebe Grüsse

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