Patagonien

Patagonien war für mich (Daniel), neben Machu Picchu,  ein „Must see“. Also haben wir versucht, zumindest ein paar Tage in die uns verbleibende Zeit in Südamerika einzubauen. Reisedokus über diese Gegend habe ich schon immer gern gesehen. Unser Flug mit Copa ging von Medellín über Panama (schon wieder 😉 nach Santiago de Chile. Nachdem wir hier in Chile eingereist waren, sind wir mit Latam weiter nach Puerto Natales geflogen. Schon der Anflug ist toll. Man sieht die schneebedeckten Anden und dazu eine Fjordlandschaft mit türkisblauem Wasser. Das Wetter war bei Ankunft sehr schön und nach den letzten ziemlich heißen Wochen, eine nette Abwechslung. Vor allem gehts hier viel ruhiger zu, die Städte sind viel kleiner und beschaulicher. Puerto Natales hat in etwa das Flair eines touristischen Skiorts. Nachdem uns der Kleinbus vom Flughafen an der Plaza de Armas (wie sonst wohl könnte der Hauptplatz heißen) abgesetzt hat, sind wir zu Fuß und mit Gepäck zu unserer gemütlichen Unterkunft Bed & Breakfast Xalpen gelaufen. Vorher haben wir uns aber noch einen der letzten Mietwagen gesichert, denn das wir einen Mietwagen nehmen, hatten wir erst auf dem Flug entschieden.

Und es war eine gute Entscheidung. So waren wir frei und unabhängig. Am nächsten Tag ging es dann auch schon zum ersten Highlight, den Nationalpark Torres del Paine. Und wir haben Glück. Es ist zwar Dezember und gerade Sommer hier, aber das die Sonne den ganzen Tag so für uns strahlt, ist nicht selbstverständlich. Die Landschaft ist fantastisch. Das grün ist grüner und das blau ist blauer als anderswo. Ab und zu hüpft uns ein Guanaco (sieht aus wie ein Lama) vor die Linse und irgendwann sehen wir auch die berühmten 3 Granitfelsen, die Torres del Paine. Der Anblick hat schon etwas majestätisches. Der ganze Nationalpark ist wirklich toll. Hinter jeder Kuppe möchte man wieder anhalten um vielleicht ein noch schöneres Foto zu schießen. Eine kleine, 2-stündige Wanderung zu den „Cuernos“ machen wir auch noch, sehen türkisblaue Seen und Wasserfälle, grüne Wiesen und genießen das spektakuläre Bergpanorama. Über Schotterpisten brettern wir zurück nach Puerto Natales. Unser Mietwagen ist voller Staub, innen und außen. Und wir auch.

Am nächsten Morgen mussten wir früh aufstehen. Unser Ziel, der Perito Moreno Gletscher. Das spannende dabei ist, das man erst mal einen Grenzübertritt von Chile nach Argentinien machen muss. Und zwar das ganze Programm. Ausreise- und Einreisestempel, Stempel vom Zoll und das Ganze dann 2 mal, denn wir machen eine Tagestour. Morgens hin, abends zurück. Schön, gibt wieder viele Stempel in den Pass. Lustige Anekdote: Der Grenzer in Argentinien war mal in Berlin und wollte wissen, wie die Wurst mit der Soße heißt, die er dort täglich gegessen hat. Currywurst natürlich, was wir ihm auf einen Zettel schreiben durften. Das war ein echter Roadtrip. Die Landschaft ist wieder etwas besonderes. So eine Weite haben wir auch noch nie gesehen. Die Entfernung stellte sich allerdings auch als weiter heraus, als erwartet. So waren es ungefähr 5 – 6 Stunden einfache Fahrt. Dafür blieb uns dann nur eine Stunde am Gletscher selbst, dem Perito Moreno. Wenn wir mehr Zeit gehabt hätten, dann hätten wir in El Calafate, eine Übernachtung eingeplant. Der Gletscher selbst ist auch wieder spektakulär. In der Sonne sieht das Eis blau aus und alle paar Minuten kann ma das Kalben hören und sehen. Schade, dass wir nicht mehr Zeit hatten. Aber die Straße hat uns wieder gerufen und bis spätestens 21 Uhr mussten wir ja wieder am argentinisch/chilenischen Grenzübergang Rio Guillermo sein. Das haben wir dank permanenter Geschwindigkeitsüberschreitung auch gut geschafft. Ganz ehrlich, wenn man sich ans Tempolimit hält, schafft man das an einem Tag nicht. Abends noch lecker essen gegangen in Puerto Natales und ab ins Bett. Ausschlafen und dann weiter nach Punta Arenas.

Mietwagen fahren in Patagonien macht wirklich Spaß, vor allem, wenn man es weniger eilig hat. Heute gings weiter nach Süden nach Punta Arenas, was nur knapp 2 Stunden entfernt liegt. Wir sind es heute gemütlicher angegangen und haben hier und da mal Päuschen gemacht zum Kaffee trinken. Beim vorbei fahren haben wir grasende Schafherden angehupt. Irgendeins hat meistens verdutzt hochgeguckt. Ein lustiger Zeitvertreib auf der Fahrt 🙂 Punta Arenas selbst ist jetzt nicht so besonders schön. Direkt hier führt die Magellanstraße vorbei. Und an der steifen Brise merkt man tatsächlich schon die Nähe zur Antarktis. Man schaue sich das mal auf der Weltkarte an, wo wir sind. So weit im Süden oder in Polnähe waren wir noch nie. Sehenswert war der Friedhof von Punta Arenas, angeblich der „schönste Südamerikas“. Eigentlich wollten wir noch auf die Isla Margarita, um Pinguine zu sehen. Aber da wir schon in Peru welche gesehen haben und keine Lust hatten früh aufzustehen, haben wir das ausfallen lassen. Dafür waren wir lieber lecker Essen. Nach 2 Nächten in Punta Arenas haben wir unseren Mietwagen leider am Flughafen abgeben müssen. Unser Flug geht nach Santiago de Chile.


Patagonien Vlog #14



Showing 4 comments
  • Ralf
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    Eure Beiträge sind immer wieder sehenswert und machen Fernweh.

    Viele Grüße und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen
    Astrid, Eva, Lena n und Ralf

    • cosanmay
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      Hallo ihr vier, kaum zu glauben, dass wir schon Halbzeit haben. Ab jetzt lassen wir es ein wenig ruhiger angehen. Erholen uns gerade vom vielen Rumreisen. Man braucht tatsächlich mal Urlaub vom Reisen, hätten wir vorher auch nicht gedacht 😁 LG aus Thailand

  • Svenja
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    Hallo Ihr Beiden,
    ein frohes neues Jahr🎉🎆 und liebe Grüße😙 senden wir euch, wo auch immer ihr gerade seit 🌎. Wir hoffen, ihr hattet einen guten Start 🍾🎊 ins neue Jahr, aber nach den Video habe ich da keinen Zweifel 😁.
    Lasst es euch gut gehen.
    LG Henry, Svenja und Mark

    • cosanmay
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      Hey ihr drei, sind gerade auf Koh Tao und „Pabuk“ kommt auf uns zu (ihr braucht dringen Instagram) Haben uns mit Wasser und Lebensmitteln versorgt und uns im Bungalow eingeigelt. Hier ist ein wenig Endzeitstimmung aber wir halten es wie die Thais hier und lassen uns keine Panik machen. Waren Silvester auf einer Psy-Trance Party hier auf der Insel. War lustig aber die haben den Countdown vergessen. 10 nach haben wir uns dann mal gegenseitig ein frohes neues Jahr gewünscht 😂
      Jetzt beobachten wir gerade die Bucht weit unter uns. Die Wellen werden immer größer. Bis zu 7m sind vorhergesagt. Aber keine Bange, wir sind hier safe und verlassen das Haus nicht mehr. LG

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