Pindaya – Mandalay

Nach einem gemütlichen Frühstück im Pristina Lotus, knatterten wir gestern letztmalig mit dem Boot über den Inle-See zum Pier. Das Gepäck wurde umgeladen in den Bus und nach einem kurzen Spaziergang über den Markt, sind wir losgefahren. Unser heutiges Tagesziel heißt Pindaya. Zwischendurch haben wir angehalten und unserem Bus-Beifahrer beim Ingwer ausbuddeln zugesehen und an einer Teeplantage gestoppt. Natürlich nutzen wir jeden Stopp auch zur Pinkelpause. Irgendeiner muss immer. Wir sind in sehr ländlichen und ursprünglichen Regionen unterwegs mittlerweile. Die Natur ist schön, heiß und trocken. Man sieht immer mehr Ochsenkarren die Straße entlang fahren. In Pindaya angekommen, haben wir zunächst eine Familie besucht, die uns den bekannten, typisch burmesischen Tee-Salat und auch Ingwer-Salat zubereitet hat. Direkt im Anschluss, nach einem Abstecher in einer Papier- und Schirmfabrik, haben wir die Pindaya Höhlen besucht. Ein Labyrinth aus Millionenjahren alten Höhlen, die voll sind von Buddha-Figuren, man schätzt etwa 10.000.  Danach haben wir im Inle Inn Pindaya-Hotel eingecheckt. Die Zimmer sind eher so naja, irgendwie stehen wir nicht so auf Bambus Zimme. Außerdem liegt Pindaya auf 1.300m, was bei der nicht vorhanden Dämmung eines Bambus-Bungis, wieder mal auf eine frische Nacht schließen lässt. So war es dann auch. Zum Glück, oder auch „Buddha sei Dank“,  gab es unter der Bettdecke bereits vorbereitete Heizdecken. Die waren auch nötig. Es war eine Wohltat, nach dem Abendessen in einem, ebenfalls natürlich arschkalten Restaurant,  ins vorgeheizte Bett zu kriechen. Wir haben super bis 7 durchgepennt.

Video:
https://youtu.be/TIgC7vugKjc

Um 8:15 sind wir dann mit dem Bus nach Mandalay gestartet. Uns erwarten 280km, was mit Pausen etwa 8 Stunden bedeutet, also ein Reisetag. In Galore wurde gestoppt, um einen weiteren Markt zu besuchen. War eher unspektakulär, denn wir haben ja bereits ein paar Märkte gesehen. Weiter ging die Fahrt durch hügelige, grüne Landschaft, könnte die Toscana sein, und immer weiter bergab. Teilweise war der Abgang neben dem Bus bedenklich steil, aber es war schön zu sehen, dass der Busfahrer bei einer Pippi-Pause, Räder, Reifen und vor allem die Bremsen gewissenhaft mit dem Wasserschlauch wieder abkühlte 🙂
Die letzten 2 Stunden fuhren wir über die Autobahn, auf der auch schon mal Ochsenkarren zu sehen ist, oder auch ein Roller, der sein Pferd „Gassi“ führt. Gegen 17 Uhr Ankunft in Mandalay, mit ca. 1,5 Millionen, die zweitgrößte Stadt Myanmars. Check in im Eastern Palace, zum Abendessen mit dem größten Taxi der Welt (40-Mann Bus für 4 Leute) und Feierabend Bier auf der Terrasse der Sky Bar.
Kaum steigen wir aus dem Fahrstuhl zur Dachterrasse, plärrt uns Musik von Modern Talking entgegen. Das war sowas von surreal: Nachts über der Stadt Mandalay, blinkende Lounge Möbel, im Hintergrund beleuchtete Pagoden auf einem Hügel und dazu die Stimme von Thomas Anders. Dem Barkeeper gefällt und wir fanden´s auch witzig. Bis morgen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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